Nach Sturz oder Unfall muss rasch geklärt werden, ob ein Wirbelbruch stabil ist und ob Rückenmark oder Nerven gefährdet sind.
Symptome
Starker lokaler Rücken- oder Nackenschmerz nach Sturz, Unfall oder Hochrasanztrauma.
Schmerzverstärkung bei Bewegung, Aufrichten oder Belastung.
Taubheit, Kribbeln, Schwäche, Gangstörung oder Blasen-/Darmprobleme sprechen für Nerven- oder Rückenmarkbeteiligung.
Bei schweren Unfällen müssen Begleitverletzungen immer mitgedacht werden.
Diagnostik
Neurologische Untersuchung und Beurteilung von Schmerz, Beweglichkeit und Verletzungsmechanismus.
CT zur genauen Darstellung der knöchernen Fraktur und Hinterkantenbeteiligung.
MRT bei Verdacht auf Bandscheiben-, Band-, Rückenmark- oder Nervenbeteiligung.
Röntgen im Verlauf zur Kontrolle von Stellung und Heilung, wenn konservativ behandelt wird.
Therapieoptionen
Konservativ: Schmerztherapie, Orthese und kontrollierte Mobilisation bei stabiler Fraktur ohne neurologisches Risiko.
Operativ: Stabilisierung mit Schrauben/Stäben, ggf. Dekompression, wenn Instabilität, Fehlstellung, Hinterkantenverlagerung oder neurologische Symptome bestehen.
Das Ziel ist sichere Mobilisation, Schutz neurologischer Strukturen und Vermeidung einer relevanten Fehlstellung.