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Krankheitsbild 06

Traumatische Wirbelkörperfrakturen

Nach Sturz oder Unfall muss rasch geklärt werden, ob ein Wirbelbruch stabil ist und ob Rückenmark oder Nerven gefährdet sind.

Symptome

  • Starker lokaler Rücken- oder Nackenschmerz nach Sturz, Unfall oder Hochrasanztrauma.
  • Schmerzverstärkung bei Bewegung, Aufrichten oder Belastung.
  • Taubheit, Kribbeln, Schwäche, Gangstörung oder Blasen-/Darmprobleme sprechen für Nerven- oder Rückenmarkbeteiligung.
  • Bei schweren Unfällen müssen Begleitverletzungen immer mitgedacht werden.

Diagnostik

  • Neurologische Untersuchung und Beurteilung von Schmerz, Beweglichkeit und Verletzungsmechanismus.
  • CT zur genauen Darstellung der knöchernen Fraktur und Hinterkantenbeteiligung.
  • MRT bei Verdacht auf Bandscheiben-, Band-, Rückenmark- oder Nervenbeteiligung.
  • Röntgen im Verlauf zur Kontrolle von Stellung und Heilung, wenn konservativ behandelt wird.

Therapieoptionen

  • Konservativ: Schmerztherapie, Orthese und kontrollierte Mobilisation bei stabiler Fraktur ohne neurologisches Risiko.
  • Operativ: Stabilisierung mit Schrauben/Stäben, ggf. Dekompression, wenn Instabilität, Fehlstellung, Hinterkantenverlagerung oder neurologische Symptome bestehen.
  • Das Ziel ist sichere Mobilisation, Schutz neurologischer Strukturen und Vermeidung einer relevanten Fehlstellung.