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Krankheitsbild 01

Spinalkanalstenose

Eine Verengung des Wirbelkanals kann Nerven oder Rückenmark einengen. Entscheidend ist, ob die Beschwerden zur Bildgebung und zum neurologischen Befund passen.

Symptome

Lendenwirbelsäule

  • Bein- oder Gesäßschmerzen beim Gehen oder Stehen, oft besser beim Sitzen oder Vorbeugen.
  • Taubheit, Kribbeln, Schwächegefühl oder schwere Beine.
  • Rückenschmerzen können dazukommen, müssen aber nicht im Vordergrund stehen.

Halswirbelsäule

  • Armschmerzen, Taubheit oder Kraftminderung bei Nervenwurzelreizung.
  • Bei zervikaler Myelopathie: unsicherer Gang, feinmotorische Probleme der Hände, Stolpern, spastisches Gefühl oder zunehmende Schwäche.
  • Blasen- oder Darmstörungen sind Warnzeichen und gehören dringend abgeklärt.

Diagnostik

  • Neurologische Untersuchung mit Kraft, Gefühl, Reflexen, Gangbild und Koordination.
  • MRT als zentrale Bildgebung zur Beurteilung von Nerven, Rückenmark, Bandscheiben und knöchernen Engstellen.
  • CT oder Röntgen bei knöchernen Fragestellungen, Instabilität oder OP-Planung.
  • Wichtig: Nicht jede Engstelle im MRT verursacht Beschwerden. Befund und Symptomatik müssen zusammenpassen.

Therapieoptionen

  • Konservativ: Aufklärung, angepasste Bewegung, Physiotherapie, Schmerztherapie und bei LWS-Stenose ggf. gezielte Infiltrationen.
  • Operativ: Dekompression, wenn Beschwerden deutlich einschränken, neurologische Ausfälle zunehmen oder konservative Behandlung nicht ausreichend hilft.
  • Bei HWS-Stenose mit Myelopathie wird die Operationsindikation besonders sorgfältig und eher früh geprüft, weil das Rückenmark betroffen sein kann.