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Krankheitsbild 05

Osteoporotische Wirbelkörperfrakturen

Bei verminderter Knochenqualität kann ein Wirbelkörper schon durch geringe Belastung einbrechen. Neben Schmerzbehandlung ist die Osteoporose-Abklärung zentral.

Symptome

  • Akuter, lokaler Rückenschmerz, oft verstärkt beim Aufrichten, Gehen oder Drehen.
  • Druck- oder Klopfschmerz über dem betroffenen Wirbelabschnitt.
  • Abnahme der Körpergröße oder zunehmende Rundrückenhaltung bei mehreren Brüchen.
  • Neurologische Ausfälle sind seltener, aber besonders wichtig abzuklären.

Diagnostik

  • Röntgen zur ersten Beurteilung von Höhe und Form des Wirbelkörpers.
  • MRT zur Unterscheidung zwischen frischer und älterer Fraktur sowie zur Beurteilung von Nerven und Hinterkante.
  • CT bei unklarer Stabilität, Hinterkantenbeteiligung oder OP-Planung.
  • Knochendichtemessung und Osteoporose-Diagnostik, damit weitere Frakturen verhindert werden können.

Therapieoptionen

  • Konservativ: Schmerztherapie, kurzfristige Entlastung, Mobilisation, Physiotherapie und ggf. Orthese.
  • Osteoporose-Therapie: Vitamin-D-/Kalziumstatus prüfen und medikamentöse Knochenstärkung nach Risiko erwägen.
  • Interventionell oder operativ: Zementaugmentation, Stabilisierung oder Dekompression bei anhaltendem starkem Schmerz, Instabilität oder neurologischem Risiko.